Handgepäck-Regeln 2026: Was darf mit ins Flugzeug?

Im Handgepäck gilt 2026 weiter die 100-Milliliter-Regel für Flüssigkeiten, verpackt in einem transparenten 1-Liter-Beutel. An Sicherheitsspuren mit modernen CT-Scannern sind bis zu 2 Liter erlaubt. Die erlaubten Koffermaße unterscheiden sich je Airline, ein EU-Einheitsstandard ist nicht in Kraft.

📋 Kurz zusammengefasst

Flüssigkeiten sind im Handgepäck 2026 auf 100 Milliliter pro Behälter begrenzt, alle zusammen in einem transparenten 1-Liter-Beutel. An Flughäfen mit zertifizierten CT-Scannern sind an den entsprechenden Spuren bis zu 2 Liter erlaubt, aber nicht überall. Die Koffermaße legt jede Airline selbst fest, ein EU-weiter Standard wurde 2026 nicht beschlossen. Powerbanks und Lithium-Akkus müssen ins Handgepäck. Medikamente, Babynahrung und Duty-Free sind Ausnahmen. Im Zweifel gilt: konservativ mit der 100-Milliliter-Regel planen.

Wie groß darf Handgepäck 2026 sein?

Die erlaubte Handgepäckgröße legt 2026 jede Airline selbst fest, ein EU-Einheitsstandard ist nicht in Kraft. Verbreitet sind Maße um 55 x 40 x 23 Zentimeter für den Kabinenkoffer und etwa 40 x 30 x 15 Zentimeter für einen persönlichen Gegenstand. Das erlaubte Gewicht liegt meist bei 8 Kilogramm.

Lufthansa erlaubt einen Kabinenkoffer bis 55 x 40 x 23 Zentimeter und 8 Kilogramm sowie einen persönlichen Gegenstand bis 40 x 30 x 15 Zentimeter. Im neuen Economy-Basic-Tarif entfällt der kostenlose Kabinenkoffer, enthalten ist dann nur der persönliche Gegenstand.

Ryanair erlaubt kostenlos nur eine kleine Tasche bis 40 x 30 x 20 Zentimeter, die unter den Vordersitz passt. Der größere Cabin Bag bis 55 x 40 x 20 Zentimeter ist kostenpflichtig. Die Kontrollen sind streng, zu große Stücke kosten hohe Gebühren am Gate.

Eine EU-Vereinheitlichung wurde Anfang 2026 diskutiert, aber nicht umgesetzt. Das EU-Parlament stimmte für ein Recht auf kostenloses Handgepäck, die Fluggastrecht-Reform im Juni 2026 beschloss einheitliche Mindestmaße jedoch nicht. Im Gespräch bleibt eine Grenze von 100 Zentimetern für die Summe der Kantenlängen.

Welche Flüssigkeiten sind im Handgepäck erlaubt?

Erlaubt sind Flüssigkeiten in Behältern bis 100 Milliliter, alle zusammen in einem transparenten, wiederverschließbaren Beutel mit maximal 1 Liter Fassungsvermögen. Diese seit 2006 geltende EU-Regel bleibt 2026 der Standard. Entscheidend ist die Behältergröße, nicht die Füllmenge.

Als Flüssigkeit zählen nicht nur Getränke. Cremes, Gele, Zahnpasta, Mascara, Deoroller und andere pastöse Produkte fallen ebenfalls unter die Regel. Eine 150-Milliliter-Tube ist verboten, auch wenn sie nur halb gefüllt ist. Feste Produkte wie Pulver, feste Seife und feste Haarpflege sind ausgenommen.

Alle Behälter müssen in einen transparenten 1-Liter-Beutel passen, der sich verschließen lässt. Pro Person ist ein Beutel erlaubt. Er wird an der Kontrolle separat in die Wanne gelegt, sofern die Spur keinen CT-Scanner hat.

Ein praktischer Pack-Tipp spart Zeit an der Kontrolle. Wer die Flüssigkeiten griffbereit vorne im Handgepäck verstaut, kann den Beutel mit einem Griff herausnehmen. Gut verschlossene Deckel und ein doppelter Zip-Beutel verhindern, dass unterwegs etwas ausläuft.

⚠️ Wichtiger Hinweis

Die Regeln ändern sich 2026 flughafenweise und können sich kurzfristig unterscheiden. Selbst wenn Ihr Abflughafen die 2-Liter-Regel anbietet, kann am Ziel- oder Umsteigeflughafen noch die 100-Milliliter-Regel gelten. Prüfen Sie vor der Reise die Angaben Ihrer Airline und der Bundespolizei sowie Ihres Abflug-Terminals. Im Zweifel planen Sie konservativ mit der 100-Milliliter-Regel, dann erleben Sie an keiner Kontrolle eine böse Überraschung.

Was gilt an Flughäfen mit CT-Scannern?

An Sicherheitsspuren mit zertifizierten CT-Scannern dürfen 2026 Flüssigkeiten in Behältern bis zu 2 Litern mitgeführt werden. Zudem müssen Laptops und Elektronik dort nicht mehr aus dem Gepäck genommen werden. Diese Lockerung gilt nur an den umgerüsteten Spuren, nicht am gesamten Flughafen.

Ein CT-Scanner erzeugt ein dreidimensionales Bild des Gepäckinhalts. Dadurch erkennt er Flüssigkeiten und Elektronik präzise, ohne dass der Reisende sie auspacken muss. Das beschleunigt die Kontrolle spürbar und macht das Reisen entspannter.

Die Umrüstung läuft schrittweise. In Deutschland sind Teile von Frankfurt und München ausgestattet, das neue Frankfurter Terminal 3 startet komplett mit CT-Technik. International haben Amsterdam Schiphol und London Heathrow ihre Spuren umgerüstet. An vielen Flughäfen gilt dagegen weiter die 100-Milliliter-Regel.

Wichtig ist der Blick auf die Beschilderung. Ob eine Spur einen CT-Scanner nutzt, zeigt ein Schild vor der Kontrolle. An Flughäfen wie Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und Köln gilt durchgehend die klassische Regel. Der Ratgeber Koffer kaufen 2026: Hartschale, Größe und Handgepäck im großen Ratgeber hilft bei der Wahl des passenden Kabinenkoffers.

Was ist im Handgepäck verboten oder eingeschränkt?

Im Handgepäck verboten sind unter anderem scharfe Gegenstände, Waffen und leicht entzündliche Stoffe. Powerbanks und Geräte mit Lithium-Akku müssen dagegen zwingend ins Handgepäck und dürfen nicht ins Aufgabegepäck. Für Akkus gelten Obergrenzen bei der Kapazität.

Powerbanks und Lithium-Akkus gehören ins Handgepäck, weil sie im Aufgabegepäck ein Brandrisiko darstellen. Erlaubt sind Akkus bis 100 Wattstunden ohne Anmeldung. Darüber gelten Beschränkungen, über 160 Wattstunden sind sie in der Regel verboten. Die Lufthansa Group hat die Regeln für Powerbanks zuletzt verschärft.

Scharfe und spitze Gegenstände wie große Scheren, Messer und Werkzeug sind im Handgepäck nicht erlaubt. Sie gehören ins Aufgabegepäck. Kleine Nagelscheren und Einwegrasierer sind meist zulässig, die genaue Grenze legt die Kontrolle fest.

Entzündliche und gefährliche Stoffe wie Feuerzeugbenzin, Campinggas und bestimmte Sprays sind im Flugzeug generell verboten. Diese Regeln folgen internationalen Gefahrgutvorschriften und gelten unabhängig von der Airline.

Welche Ausnahmen gelten für Medikamente, Babynahrung und Duty-Free?

Für Medikamente, Babynahrung und Duty-Free-Ware gelten Ausnahmen von der 100-Milliliter-Regel. Diese dürfen in der benötigten Menge mitgeführt werden. An der Kontrolle sind sie anzumelden. Für Medikamente empfiehlt sich ein ärztliches Attest oder das Rezept.

Medikamente sind in angemessener Menge erlaubt, auch über 100 Milliliter. Flüssige Medikamente werden an der Kontrolle angemeldet. Ein Attest oder Rezept hilft bei Nachfragen. Selbst Spritzen sind mit ärztlicher Bestätigung im Handgepäck zulässig.

Babynahrung und Muttermilch dürfen in der für die Reise benötigten Menge mitgeführt werden, auch flüssig und über 100 Milliliter. Die Sicherheitskräfte können Proben stichprobenartig prüfen. Es empfiehlt sich, die Nahrung beim Ablegen in die Wanne anzukündigen.

Duty-Free-Ware darf im Handgepäck mitgeführt werden, solange sie im versiegelten Sicherheitsbeutel mit rotem Rand bleibt und der Kassenbeleg beiliegt. Der Beutel wird erst am Zielort geöffnet. Bei einem Umstieg sollte der Reisende die Kontrolle darauf hinweisen.

💬 Meine Einschätzung

Die gängige Annahme lautet 2026: Die 100-Milliliter-Regel ist abgeschafft. Das stimmt so nicht. Sie ist an einzelnen modernen Spuren gelockert, bleibt aber der geltende Standard an den meisten Kontrollen. Wer sich auf die 2-Liter-Regel verlässt, riskiert am Ziel- oder Umsteigeflughafen, dass die große Shampooflasche konfisziert wird. Die ehrliche Empfehlung lautet daher: Solange die Umstellung nicht flächendeckend abgeschlossen ist, ist der klassische 1-Liter-Beutel mit 100-Milliliter-Fläschchen die sicherste Wahl. Er funktioniert an jeder Kontrolle weltweit. Die neuen Scanner sind ein Komfortgewinn, aber noch kein Grund, die alte Routine über Bord zu werfen.

✓ Das Wichtigste in Kürze

  • Flüssigkeiten bis 100 ml pro Behälter im transparenten 1-Liter-Beutel
  • An CT-Scanner-Spuren bis 2 Liter erlaubt, aber nicht an allen Flughäfen
  • Koffermaße legt jede Airline fest, kein EU-Einheitsstandard 2026
  • Powerbanks und Lithium-Akkus gehören zwingend ins Handgepäck
  • Medikamente, Babynahrung und Duty-Free sind Ausnahmen von der 100-ml-Regel
  • Im Zweifel konservativ mit der 100-Milliliter-Regel planen

Häufige Fragen zu den Handgepäck-Regeln

Diese vier Fragen ergänzen den Ratgeber um Detail-Aspekte rund um Behälter, Kontrolle und Sonderfälle im Handgepäck.

Ist die 100-Milliliter-Regel 2026 abgeschafft?

Nein, sie bleibt der EU-weite Standard. Nur an Sicherheitsspuren mit zertifizierten CT-Scannern sind größere Mengen bis 2 Liter erlaubt. Da diese Technik noch nicht flächendeckend installiert ist, gilt an den meisten Kontrollen weiter die 100-Milliliter-Regel. Im Zweifel konservativ planen.

Darf ich eine leere Trinkflasche mitnehmen?

Ja, eine leere Trinkflasche darf durch die Kontrolle, da die Regel den Inhalt betrifft. Bei der 100-Milliliter-Regel muss sie leer sein und kann hinter der Kontrolle aufgefüllt werden. An Spuren mit 2-Liter-Regel sind gefüllte Flaschen bis zum erlaubten Volumen zulässig.

Zählt eine Powerbank als Flüssigkeit?

Nein, eine Powerbank ist ein elektronisches Gerät mit Lithium-Akku. Sie unterliegt nicht der Flüssigkeitsregel, muss aber zwingend ins Handgepäck und darf nicht ins Aufgabegepäck. Erlaubt sind Kapazitäten bis 100 Wattstunden, darüber gelten Beschränkungen der Airline.

Was passiert, wenn mein Handgepäck zu groß ist?

Ist das Handgepäck zu groß oder zu schwer, muss es am Gate aufgegeben werden. Dabei fallen oft hohe Gebühren an, besonders bei Billigfliegern. Um das zu vermeiden, sollte der Koffer inklusive Rollen und Griffe gemessen und mit den Maßen der Airline abgeglichen werden.

Quellen und weiterführende Literatur

Die folgenden Fachquellen wurden für die Handgepäck-Regeln 2026 ausgewertet (Stand Juli 2026). Verbindliche Angaben stehen auf den Seiten der Airlines und der Bundespolizei.

  • Aktuelle Handgepäck-Bestimmungen · adac.de · Angaben zu Airline-Maßen, 100-Milliliter-Regel und CT-Scanner-Umrüstung.
  • Flüssigkeiten im Handgepäck 2026: 100-ml-Regel und Tipps · markenkoffer.de · Details zur 100-ml- und 2-Liter-Regel und den umgerüsteten Flughäfen.
  • Handgepäck 2026: Flüssigkeiten und 100-ml-Regel · hauptstadtkoffer.de · Angaben zum persönlichen Gegenstand, Ausnahmen und Pack-Strategie.
  • Gepäckbeschränkungen · europa.eu · EU-Vorgaben zu Flüssigkeiten, Medikamenten, Babynahrung und Duty-Free.